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Ermittlung des Mittelbedarfs für Schulbücher

Die Einführung des unsozialen und ineffizienten Büchergeldes in Bayern hat sich als Fehlschlag erwiesen. Seit diese Maßnahme von der bayerischen Staatsregierung auf Druck der Betroffenen wieder rückgängig gemacht wurde, warten die Kommunen nach wie vor auf eine Neuregelung. Die Stadtspitze muss sich daher gemeinsam mit dem Bayerischen Städtetag nachdrücklich für eine faire Aufteilung der finanziellen Lasten einsetzen.

Dabei dürfen die Kommunen auf keinen Fall schlechter gestellt werden als vor der Einführung des Büchergeldes. Zudem muss dabei der tatsächliche Bedarf zugrunde gelegt werden.

Die Einführung des Büchergeldes führte bei vielen Erlanger Schulen dazu, dass sie über einen höheren Etat zur Anschaffung von Büchern verfügen konnten als zuvor. Es wurde deutlich, dass das zuvor zur Verfügung gestellte Geld für Anschaffungen in diesem Bereich den eigentlichen Bedarf nicht abdeckte.
Durch die Rückführung zum alten System besteht die Gefahr, dass es zu einer Unterfinanzierung bei den Mitteln für Schulbücher kommt.

Die SPD-Fraktion beantragte daher zum Schulausschuss:

  • Rechtzeitig vor den Haushaltsberatungen erfolgt eine Abfrage bei den Schulen, damit die Stadt einen Überblick über den wirklichen Bedarf bekommt und diesen auch in den Verhandlungen mit dem Freistaat geltend machen kann. In diesem Zusammenhang sei besonders auf die Gymnasien verwiesen, da sie sich durch die Einführung des G8 gezwungen sehen, ihren gesamten Bücherbestand sukzessive erneuern zu müssen.
  • Die Stadt Erlangen informiert außerdem darüber, wie hoch die Aufwendungen für Schulbücher pro SchülerIn in unseren Nachbarstädten Fürth und Nürnberg im Vergleich zu Erlangen sind.

(11.06.08)