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Schlagwort: Bildung

Antrag: Emil von Behring-Gymnasium/ Penzoldt-Schule

Der geplante Neubau des Emil von Behring-Gymnasiums durch den Landkreis Erlangen-Höchstadt wird sich auf das dortige Schulzentrum insgesamt und die Ernst-Penzoldt-Schule insbesondere auswirken.

Dazu beantragen wir:
Der Oberbürgermeister, die Verwaltung und die Vertreter*innen der Stadt im Zweckverband werden beauftragt, darauf hinzuwirken, dass bei der Gestaltung und Lage des Neubaus die räumlichen Beziehungen zur Penzoldt-Schule erhalten bleiben.

Antrag: Fair gehandelte Bälle

Die Stadt Nürnberg hat vor einiger Zeit verbindlich festgelegt, nur noch fair gehandelte Fuß-, Hallenfuß-, Futsal-, Hand- und Volleybälle für Schulen zu beschaffen. Aufgrund unterschiedlicher Sortimente der Anbieter erfolgen die Ausschreibungen in Nürnberg pro Disziplin. Durch definierte Abnahmemengen soll dafür gesorgt werden, dass die fair produzierten Bälle fast zu den gleichen Preisen wie konventionelle beschafft werden können.

Antrag: Bericht Dyskalkulie

Seit einiger Zeit wird auf Antrag der SPD-Fraktion ein Projekt Dyskalkulie an drei Erlanger Schulen durchgeführt. Hier werden rechenschwache Schüler*innnen von einem sehr engagierten Team von Lehrerinnen gefördert und unterstützt und von der städtischen integrierten Beratungsstelle fachlich begleitet und supervidiert. Man kann sagen, dass das von kommunaler Seite finanzierte „Erlanger Dyskalkulie Projekt“ in Bayern Vorbildfunktion haben könnte.

Inzwischen hat auch das bayerische Kultusministerium auf das Problem der Rechenschwäche bei Kindern reagiert und, zumindest in einem nur sehr kleinen Umfang angefangen, hier Ressourcen einzusetzen.

Hiermit beantragen wir, dass die Verwaltung in einem der nächsten Jugendhilfe- und Bildungsausschüsse aufzeigt, wie und in welchem Umfang das kommunale Projekt mit dem Einsatz der Landesressourcen weiterge-führt werden kann.

Auch sollten Überlegungen hinsichtlich weiterer Finanzmöglichkeiten getätigt und aufgezeigt werden.

Folgen der Rückkehr zum G9 für die Stadt Erlangen

Mmit der Entscheidung der CSU Landtagsfraktion zum neunjährigen Gymnasium zurückzukehren wird endlich ein jahrelang andauernder Fehlversuch korrigiert die Schulzeit von Gymnasiastinnen und Gymnasiasten zu verkürzen. Wir begrüßen diese Entscheidung, da nun zu hoffen ist, dass Schülerinnen und Schüler an bayerischen Gymnasien nun wieder mehr Zeit zum Lernen mit angemessener Freizeit haben werden. Allerdings stellt dies die Kommunen nun relativ kurzfristig vor neue Herausforderungen, da eine Umstellung des Systems in relativ kurzer Zeit vorgesehen wird.

Wir bitten daher um einen Bericht im Bildungsausschuss zu folgenden Fragen:

  • Welcher zusätzliche Raumbedarf an den Gymnasien Erlangens ergibt sich in welchem Zeitraum aus der Umstellung von G8 auf G9? Wo entstehen hier unter Umständen Engpässe?
  • Wie stellt sich die personelle Situation an den Gymnasien dar? Mit wie vielen zusätzlichen Planstellen ist am städtischen Marie-Therese-Gymnasium zu rechnen und wieviel kostet das?
  • Ergeben sich aus der Rückkehr zum G9 zusätzliche Bedarfe an Sportstätten? Wie wirkt sich das auf die Förderung beim Neubau von Hallenkapazitäten (z.B. bei der Neuplanung der Halle an der Hartmannstraße) aus?
  • Wie wird die Stadt Erlangen durch den Freistaat Bayern bei eventuell anfallenden Mehrkosten aufgrund der Rückkehr zum G9 unterstützt? Ist mit einer Übernahme der Kosten durch den Freistaat zu rechnen?

Campus Berufliche Bildung: Alternative Finanzierungskonzepte prüfen

Gemeinsamer Antrag mit der FDP-Fraktion

Im Bereich der beruflichen Schulen steht in den nächsten Jahren mit dem Masterplan Campus Berufliche Bildung eine Reihe von wichtigen Sanierungs- und Neubauprojekten an, für die die Verwaltung hervorragende Vorarbeit geleistet hat. Die Umsetzung dieses auch städtebaulich sehr überzeugenden Konzepts bringt für die Stadt erhebliche finanzielle Belastungen mit sich, die zum Großteil noch nicht im mittelfristigen Investitionsplan enthalten sind.
In Anbetracht der enormen Investitionssumme von insgesamt ca. 60 Millionen netto sind wir der Auffassung, dass verschiedene Wege der Finanzierung geprüft werden müssen.

Wir beantragen daher:

  • Der Neubau des Werkstättentrakts, der am dringlichsten ist, wird auf dem üblichen Weg finanziert und möglichst rasch realisiert.
  • Für die übrigen Neubauten oder Teile davon prüft die Verwaltung alternative Modelle: Sowohl für öffentlich-öffentliche Modelle als auch für öffentlich-private Partnerschaften wird die Möglichkeit der Umsetzung geprüft. Dabei sollen die jeweiligen Vor- und Nachteile – auch bezogen auf die Finanzierung über den städtischen Investitionshaushalt – dargestellt werden.
  • Die Verwaltung zeigt auf, wie unterschiedlich finanzierte bzw. realisierte Einzelprojekte im Rahmen der Gesamtmaßnahme zeitlich und technisch aufeinander abgestimmt werden können.
  • Um dem Stadtrat einen Einblick in praktische Erfahrungen mit ööP- und ppP-Modellen zu gewähren, wird der Kämmerer der Stadt Nürnberg nach der Sommerpause zu einer Veranstaltung bzw. Sitzung eingeladen.

Freie Hortplätze in Ferien nutzen!

Viele Eltern in Erlangen suchen nach einer Betreuungsmöglichkeit für ihre Kinder in den Ferienzeiten: Die Angebote an den Schulen wie Mittagsbetreuung und auch Ganztagsschule sind nämlich in den Ferien in der Regel geschlossen.

Um Eltern bei diesem Problem zu unterstützen fordert die SPD-Fraktion in einem Stadtratsantrag, in den Ferien ungenutzte Hortplätze – weil die Kinder von ihren Eltern betreut werden – an Kinder, die während der Schulzeit in anderen Betreuungsangeboten untergebracht sind, zu unterstützen. „Oft werden Betreuungszeiten in den Ferien in den Horten nicht genutzt.“, erläutert Birgit Hartwig, Sprecherin der Fraktion für Kinder und Familien: „Die ‚Ferienplätze‘ wären so eine gute Möglichkeit, die Angebote der Ferienbetreuung zu ergänzen und wenigstens ein paar wenige Ferien-Betreuungsmöglichkeiten in den Stadtteilen anzubieten.“ Die SPD-Fraktion wird das Thema „Ferienbetreuung in den Stadtteilen“ darüber hinaus nochmals intensiver beleuchten.

Bericht zu Bildung für Flüchtlinge

Angesichts der steigenden Zahl von in Erlangen ankommenden und zugewiesenen Flüchtlingen bitten wir im Bildungsausschuss am 1.10. um einen Bericht zur aktuellen Situation und zu erwarteten Entwicklungen im Bereich Bildung.

Insbesondere sollen folgende Bereiche dargestellt werden:

  1. Die VHS berichtet im Bildungsausschuss über die geplanten Kurse im Bereich Deutscherwerb für Flüchtlinge und die Situation im Bereich der Integrationskurse. Der darüber hinausgehende Bedarf soll nach Möglichkeit dargestellt werden.
  2. Die Berufsschule berichtet über die momentane Situation bei der Beschulung von berufsschulpflichtigen Jugendlichen und stellt dabei den vermuteten Bedarf an Räumlichkeiten dar.
  3. Das Staatliche Schulamt wird gebeten, die aktuellen Zahlen bezüglich der Beschulung von Flüchtlingen darzustellen und wenn möglich eine Prognose bezüglich des zu erwartenden zusätzlichen Raumbedarfs abzugeben.

Zuschuss zu Gebühren der Mittagsbetreuung „Schülernest“ an der Pestalozzischule

Immer wieder kommt es vor, dass Eltern die Gebühren für die Mittags-betreuung nicht zahlen können. Im Unterschied zu Kitas gibt es jedoch für Mittagsbetreuungen keine (gesetzlich festgelegte) Gebührenbefreiung. Auf Antrag der SPD-Fraktion wurde seitens der Verwaltung in der vergangenen Stadtratsperiode die Prüfung solcher Einzelfälle zugesagt, jedoch nicht konsequent umgesetzt. Für die Erlösergemeinde als Träger der Mittagsbetreuung „Schülernest“ an der Pestalozzischule am Anger hat dies im Schuljahr 2013/14 zu Einnahmeausfällen von 3.720 Euro geführt.

Wir betragen daher:

  • Die Verwaltung möge darlegen, in welchem Umfang ein Zuschuss zu den Gebühren bzw. an die Mittagsbetreuung gewährt werden kann.
  • Zudem soll dargestellt werden, ob eine Möglichkeit besteht, die Beratung vor der Einschulung bezüglich der Kosten für Kinderbetreuung bzw. die Zuschussmöglichkeiten für diese durch das Jugendamt so zu gestalten, dass Eltern sich unter Umständen für andere, für sie kostengünstigere Angebote, entscheiden. Die Wahlfreiheit der Eltern für ein Angebot darf dabei allerdings nicht eingeschränkt werden.

Entwicklung eines Mathematik-Förderunterrichts für von Dyskalkulie betroffene Kindern

In der gemeinsamen Sitzung von JHA und (damals noch) SchulA vom 03.07.2014 berichtete Herr Markus Meyer, Dipl.-Psychologe in der Jugend- und Familienberatung (Abt. 513-1) u. a. zum Thema Dyskalkulie. Dabei wurde deutlich, dass eine erhöhte Anzahl von Kindern betroffen ist. Ein Teil davon wird in einer „Dyskalkulie-Therapie“ außerschulisch gefördert. Diese Maßnahme finanziert das Jugendamt, sofern aufgrund der Teilleistungsstörung eine seelische Behinderung vorliegt bzw. droht (SGB VIII).

In vielen Fällen wird ein Antrag auf Kostenübernahme aber nicht gestellt oder vom Jugendamt abgelehnt, weil die Voraussetzungen fehlen. Für die Zukunft erscheint es wünschenswert, Kinder mit einer Rechenschwäche bereits frühzeitig im schulischen aber auch schon im vorschulischen Rahmen zu fördern. Frustration und Motivationsverlust können so vermindert werden. Zudem können hier Kinder gefördert werden, deren Eltern die Hürden der Antragsstellung beim Jugendamt nicht überwinden können.

Prüfung der Einrichtung einer Partnerklasse in Erlangen/Schulprofil Inklusion

Fraktionsübergreifender Antrag der SPD, Grüne Liste, FDP, ödp, FWG

Wir beantragen:

Die Verwaltung möge prüfen, ob es in Erlangen eine Schule gibt, an der nach dem Modell der Fürther Pestalozzi-Schule eine Partnerklasse eingerichtet werden könnte. Rechtsgrundlage ist Art. 30a Abs. 6 und Abs. 7 BayEUG.

Weiterhin soll geprüft und mit den Schulen beraten werden, ob eine Erlanger Schule das Schulprofil „Inklusion“ erwerben könnte. In diesem Schulprofil gestalten Lehrkräfte der Sonderpädagogik gegebenenfalls gemeinsam mit weiteren Fachkräften eigenverantwortlich das gemeinsame Lernen. Die Lehrkräfte für  Sonderpädagogik sind in das Lehrerkollegium der allgemeinen Schule eingebunden (www.km.bayern.de).