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Schlagwort: Kultur

Haushalt 2021: Archivräume für den Verein „Comicmuseum Erlangen e.V.“: Städtische Unterstützung bei Suche und Finanzierung

Antrag zum Arbeitsprogramm von Amt 47

Der „Comicmuseum Erlangen e.V.“ widmet sich seit seiner Gründung im November 2018 dem Ziel, als Privatinitiative in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung (insb. Referat IV) ein Comicmuseum in stadtzentraler Lage zu etablieren. Das Museum soll eine Lücke in der Museumslandschaft des deutschsprachigen Raums schließen, indem es genre- und medienübergreifend alle Spielarten der „Neunten Kunst“ widerspiegelt. Zudem soll es ein „Museum für die Erlanger“ sein, das mit niederschwelligen Kulturangeboten in die Stadtgesellschaft hineinwirkt. Beides verstetigt Erlangens Sichtbarkeit als die informelle „deutsche Comic-Hauptstadt“ auch über punktuelle Veranstaltungen hinweg.

Ende Oktober 2020 hat der Verein nach zweijähriger Suche geeignete vorläufige Räumlichkeiten für sein geplantes Museum gefunden. Im Parterre der Schiffstraße 9, dessen Miete der Verein auf ca. 2 Jahre hin mit Eigenmitteln finanzieren kann, soll sich das Comicmuseum Erlangen als Ort von Ausstellungen, Workshops und Vorträgen etablieren. Die nächsten Schritte dieser Entwicklung kann der Verein aus Eigenmitteln finanzieren.

Haushalt 2021: Beteiligungsprojekt zu Kunst im öffentlichen Raum (z.B. Büchenbach Nord)

Antrag zum Arbeitsprogramm von Amt 47

Kunst im öffentlichen Raum wertet Quartiere auf, macht das Umfeld interessant und fordert Bewohner*innen und Gäste zur persönlichen Stellungnahme heraus. Sie kann damit anregend auf die Kommunikation der Menschen im Quartier wirken und ein Bewusstsein für ihre nähere Umgebung schaffen. Die gemeinsame Beschäftigung mit Kunst im öffentlichen Raum kann gemeinschaftsfördernd wirken und Vorteile und Probleme des jeweiligen Quartiers in den Kontext zu einem Kunstwerk stellen.

Wir beantragen daher:

Es wird ein Konzept zu einem Beteiligungsprojekt „Kunst im öffentlichen Raum“, z.B. für den Stadtteil Büchenbach-Nord, erstellt. Zur Umsetzung des Konzepts sollen 100.000€ bereitgestellt werden, aus denen sowohl das Kunstwerk selbst als auch die begleitenden Maßnahmen (Partizipation) finanziert werden.

Haushalt 2021: Die städtische Sammlung sichtbar machen

Antrag zum Arbeitsprogramm von Amt 47 / Städtische Sammlung

Die städtische Sammlung verfügt über Multiples, Mappen- und Einzelwerke der reproduzierbaren Kunst – ganz im Sinne ihrer Gründung in den 60er Jahren des 20. Jh., in denen die bildende Kunst „demokratisiert“, d.h. allen interessierten Menschen zugänglich gemacht werden und erschwinglich sein sollte. Trotz dieses Ansatzes wartet die städtische Sammlung mittlerweile mit hoch gehandelten Klassikern der Moderne in diesem Bereich auf. Wiederholt konnten in den Ausstellungen des Kunstpalais heutige künstlerische Positionen mit den älteren der Sammlung in spannenden Dialog gestellt werden. Auch war die Ausstellung „Greatest Hits“ von 2017, die ausschließlich mit Stücken der Sammlung arbeitete, sehr gut besucht.

Haushalt 2021: Kultur sichtbar machen: Kulturorte in der Stadt in Verbindung mit Kultur im öffentlichen Raum

Antrag zum Arbeitsprogramm von Amt 47

Unsere Kultur im Zentrum von Erlangen sowie in den Stadtteilen ist vielfältig, befindet sich aber im Allgemeinen auch hinter Häuserfassaden. Somit sind die Kultureinrichtungen sowie das, was sie ausmacht und was sie den Menschen bieten, von außen nur schwer erkennbar.  Sie werden von Besucherinnen und Besuchern unserer Stadt, von Tourist*innen und Geschäftsleuten, leider oft kaum wahrgenommen. Selbst für viele Erlangerinnen und Erlanger sind unsere Kulturorte und deren Betätigungsfelder oft unbekannt. Wir benötigen also neue Ideen und Maßnahmen, die geeignet sind, von außen zu zeigen, was sich hinter den jeweiligen Mauern befindet: Unsere Kultureinrichtungen sollten in der Öffentlichkeit leichter erkennbar und wahrnehmbarer sein. Eine Möglichkeit ist z. B., in einem künstlerischen Wettbewerb ein Kunstwerk/eine Plastik entwickeln zu lassen, die – nicht ans Gebäude gebunden, aber in direkter Nähe – auf den Kulturort aufmerksam macht.

Haushalt 2021: Kunst im öffentlichen Raum: Kunsthaltestellen

Antrag zum Arbeitsprogramm von Amt 47 / Jugendkunstschule

Mit ihren unterschiedlichsten Aktionen und Kursen bietet die Jugendkunstschule vielfältige Anregungen zu künstlerisch-kreativer Beschäftigung, jedoch leidet sie ebenso wie andere kulturelle Einrichtungen an den pandemiebedingten Einschränkungen. Die Aktivitäten teilweise in den öffentlichen Raum zu verlagern, kann hier Abhilfe schaffen und später im Sinne von „Kunst im Quartier“ in das dauerhafte Programm der JuKs integriert werden.

Die Jugendkunstschule hat ein Juks-Mobil, mit dem sie in der Innenstadt sowie den Stadtteilen geeignete Platze anfährt, um dort vor Ort ein niederschwelliges Angebot entstehen zu lassen.

Haushalt 2021: Kunst im öffentlichen Raum: Street Art

Antrag zum Arbeitsprogramm von Amt 47

Als Kunstform kann Street Art den öffentlichen Raum aufwerten und einer Stadt besondere Strahlkraft verleihen. Street Artists verwandeln Häuser, Straßenecken oder Plätze in Bühnen für ihre Kunst und ziehen so die Blicke der Menschen an. In der Erlanger Bürgerschaft entstand daher der Wunsch, Street Art vor Ort verstärkt Bedeutung beizumessen.

Im Rahmen des Einladungswettbewerbs setzte sich im Juni 2020 der Frankfurter Künstler Case Ma‘Claim mit seinem Entwurf, der sich mit der Körperhaltung von Menschen bei frühen Röntgenaufnahmen auseinandersetzt, bei der Kunstkommission durch.

Das Kunstwerk, das nun den Museumswinkel ziert, wurde am 7. September eingeweiht und erfreut sich in der Stadtgesellschaft großer Beliebtheit.

Damit Street Art auch weiterhin Erlangen bereichern und solch ein Projekt auch im Jahr 2021 verwirklicht werden kann, beantragen wir einen Betrag von 30.000 €.

Haushalt 2021: Temporäre Kunst in den Stadtteilen (im öffentlichen Raum)

Antrag zum Arbeitsprogramm von Amt 47

Kunst in den Stadtteilen eröffnet unterschiedliche Sichtweisen auf die nähere Umgebung der Bewohner*innen und kann Besonderheiten von Stadtteilen besonders hervorheben. Viele Städte haben mit temporären Ausstellungszyklen das Interesse ihrer Bewohner*innen hervorgerufen und bringen interessierte Besucher in die Stadt und deren Stadtteile. In Erlangen könnte z.B. ein Schwerpunkt auf die Arbeiten regionaler Künstler*innen gelegt werden, denn besonders für Newcomer ist die Möglichkeit, im öffentlichen Raum ausstellen zu können, ein wichtiger Schritt in ihrer Karriere. Wichtig ist dabei allerdings ein Konzept temporärer, jurierter Ausstellungen, um einer Beliebigkeit der Exponate bzw. der „Übermöblierung“ der Stadt zu entgehen.

Wir beantragen daher:

Das Kulturamt erarbeitet ein Konzept, wie in Erlangen temporäre Ausstellungen im öffentlichen Raum entwickelt werden können und stellt dies im KFA vor.

Haushalt 2021: Mittel für inklusive Vermittlungsarbeit

Antrag zum Arbeitsprogramm des Stadtmuseums (Amt 46)

Das Erlanger Stadtmuseum gehört zu einem der ersten Ausstellungshäuser in Deutschland, das sich angestoßen von einem SPD-Antrag sehr einfühlsam, intensiv und umfassend mit dem Thema Behinderung auseinandergesetzt hat.

Die Ausstellung „BarriereSprung“ umfasste inklusive Angebote wie ein Blindenleitsystem, den Einsatz von Braille- und Pyramidenschrift, Texte in „Leichter Sprache“ sowie Veranstaltungen mit Gebärdendolmetschern, auch kamen in einem weiteren Ausstellungsbereich Menschen mit Behinderung, aus Erlangen und der Region, selbst zu Wort. Die Ausstellung war ein großer Erfolg und zog viele Besucher*innen in das Stadtmuseum.

Haushalt 2021: Regionales-Szene-Festival in Erlangen ab 2021

Antrag zum Arbeitsprogramm der Ämter 41 und 47

In Erlangen und der Region haben wir viel künstlerisches Potenzial. Doch wegen hoher Mieten, Raumnot, Perspektivlosigkeit bzw. fehlender Möglichkeiten, das persönliche Talent in der Öffentlichkeit darstellen und verkaufen zu können, ist es immer schwerer, Künstlerinnen und Künstler in unserer Stadt zu halten und zu verwurzeln. Auch erschwert die Pandemie gerade gravierend die Tätigkeit der Künstler*innen und bedroht sogar deren Existenz. 

Auch wenn Künstler*innen in vielen Bereichen, wie Musik, Theater, Literatur usw., auch versuchen, mit digitaler Vermittlung ihr Publikum zu erreichen, so ist dies doch dem eigentlichen Sinn „gemeinsamen Kulturerlebens“ und des Austauschs darüber nicht ausreichend angemessen.

Haushalt 2021: Migrationsgeschichte im Stadtteil sichtbar machen

Antrag zu den Arbeitsprogrammen der Ämter im Bereich Kultur / Soziokultur

Die Stadtgeschichte Erlangens, dessen Stadtmotto nicht von ungefähr „Offen aus Tradition“ lautet, ist eine Geschichte der Zuwanderung. Die Geschichte(n) von Menschen, die vor Jahrhunderten, vor Jahrzehnten, vor wenigen Jahren und auch erst in allerjüngster Zeit nach Erlangen gekommen sind, haben die Entwicklung unserer Stadt geprägt. Dies bildet sich auch in der Geschichte der einzelnen Erlanger Stadtviertel ab. In den vergangenen Jahren ist dies bereits u. a. durch Veröffentlichungen und Veranstaltungen zur ERBA-Siedlung, das Buchprojekt „Wir sind Erlangen“ oder eine Ausstellung im Stadtmuseum thematisiert worden. Diese Ansätze sollten fortgeführt und vertieft werden, um das Bewusstsein dafür, wie sehr Migration seit jeher Teil unserer Stadtgesellschaft ist und wie fest deren wirtschaftliches, soziales und kulturelles Leben auf ihr fußt, noch weiter zu stärken.