Zum Inhalt springen

Schlagwort: Kultur

Der Bücherbus muss bleiben!

Die SPD-Fraktion spricht sich entschieden gegen den Vorschlag der schwarz-grünen Stadtspitze aus, den Bücherbus einzustellen. „Der Bücherbus ist ein elementares Angebot, um Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Literatur zu ermöglichen“, so SPD-Bildungssprecherin Sandra Radue: „Er erreicht Kinder und Jugendliche – und natürlich auch Erwachsene – die nicht oder nur schwer in die Innenstadt zur Stadtbibliothek kommen können. Zusätzlich fährt er regelmäßig die Grundschulen an und schafft dort für Schüler:innen Zugang zum Lesen – gerade auch für solche, in deren Familien wenig gelesen wird.“

„Die PISA-Studie hat gerade erst erneut gezeigt, dass Kinder und Jugendliche in Deutschland erhebliche Defizite bei der Lesekompetenz haben“, ergänzt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Barbara Pfister: „Notwendig sind also dringend Angebote, die die Lesekompetenz stärken. Genau diese bietet unsere Stadtbibliothek vorbildlich, und der Bücherbus ist ein elementarer Teil davon. Dieses Angebot muss unbedingt erhalten bleiben!“

Bestätigt sieht sich die SPD-Fraktion durch den großen Zuspruch, den diverse Aufrufe gegen die Streichung des Bücherbusses aus der Bevölkerung binnen weniger Tage erhalten haben. „Die Bedeutung des Bücherbusses wird weithin anerkannt“, so Radue: „Umso wichtiger, dass der Stadtrat diesen Streichungsvorschlag schnell vom Tisch nimmt!“

SPD: Chance zum Erhalt des „Figu“ nutzen!

Das Internationale Figurentheaterfestival, von vielen liebevoll nur kurz „Figu“ genannt, steht auf der Kürzungsliste der schwarz-grünen Stadtspitze. Im Kultur- und Freizeitausschuss wurde nun deutlich: Die zuständige Abteilung Festival und Programme des Kulturamtes hat einen alternativen Vorschlag, einen weiteren wesentlichen Konsolidierungsbeitrag zu leisten, ohne das renommierte Festival einzustellen.

Die SPD-Fraktion fordert, diesem Vorschlag zu folgen. „Das ‚Figu‘ ist, wie auch Poet*innenfest und Comicsalon, ein Festival mit überregionaler Strahlkraft“, so SPD-Kultursprecherin Valeria Fischer: „Mit seinen zahlreichen Veranstaltungen, von denen einige im öffentlichen Raum stattfinden, belebt das Festival die Stadt und zieht Gäste von außerhalb nach Erlangen. Es bringt internationales Theater unmittelbar zu den Menschen vor Ort. Mit Vorstellungen für Kinder und Erwachsene sowie Veranstaltungen im öffentlichen Raum und in den Stadtteilen erreicht es auch Menschen, die sonst selten ins Theater gehen. Mit der Streichung des „FiGu“ ginge ein über Jahrzehnte gewachsenes und prägendes Stück Erlanger Stadtkultur unwiederbringlich verloren.“

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Barbara Pfister weist auf weitere Aspekte hin: „Durch den beim Vorschlag der Stadtspitze geplanten Abbau von 1,5 Stellen käme es beim Festivalteam zu einer massiven weiteren Arbeitsverdichtung. Das könnte auch die Durchführung von Comicsalon und Poet*innenfest beeinträchtigen. Außerdem könnte der Wegfall des Figurentheaterfestivals eine zusätzliche finanzielle Lücke beim E-Werk verursachen. Auch deshalb ist es geboten, dem Vorschlag des Kulturamtes zu folgen und das Festival zu erhalten.“

Antrag zum KFA am 07.10.2026: Zukunft des Internationalen Figurentheaterfestival

Der im September in den Stadtrat eingebrachten Einsparungsliste haben wir entnommen, dass das Internationale Figurentheaterfestival in den Jahren 2027 und 2029 nicht mehr stattfinden soll. In diesem Zusammenhang ist zudem der Abbau von 1,5 Stellen vorgesehen.

Das Internationale Figurentheaterfestival wurde 1979 gegründet und ist das älteste der drei großen Erlanger Festivals. Es gehört zur Geschichte unserer Stadt und bringt internationales Theater unmittelbar zu den Menschen vor Ort. Mit Vorstellungen für Kinder und Erwachsene sowie Veranstaltungen im öffentlichen Raum und in den Stadtteilen erreicht es auch Menschen, die sonst selten ins Theater gehen. Familien können gemeinsam Kultur erleben; Inszenierungen, die mit wenigen Worten auskommen, ermöglichen Begegnungen über Sprachgrenzen hinweg. Zugleich belebt das Festival die Stadt und zieht Gäste von außerhalb nach Erlangen. Seine Streichung würde konkrete kulturelle Angebote für die Bürger*innen und ein über Jahrzehnte gewachsenes Stück Erlanger Stadtkultur betreffen.

Änderungsantrag zum Stadtrat am 25.06.2026, TOP 21, Fortschreibung des Haushaltskonsolidierungskonzeptes

Zur Verwaltungsvorlage stellen wir folgenden Änderungsantrag:

  1. Zum Konsolidierungsbeitrag von Referat I: Die Folgen der Kürzung der Zuschüsse an Sportvereine werden, insbesondere auch mit Blick auf die Jugendarbeit, im SportA dargestellt.
  2. Zum Konsolidierungsbeitrag von Referat IV: Die Umsetzung der vorgesehenen Kürzungen bei der Kulturförderung wird dem KFA vorgelegt.
  3. Zum Konsolidierungsbeitrag von Referat VI: Die Folgen der Verschiebung von Baunterhaltsvorhaben (Sporthalle am Europakanal, Dachsanierung Eggloffsteinsches Palais, Wasserversorgung Loschgeschule) werden im BWA dargelegt.

Die Ausschüsse beraten jeweils, ob sie dem Stadtrat empfehlen, die Vorschläge nicht oder nur teilweise umzusetzen.

SPD-Stadtratsfraktion irritiert über Aussagen des Oberbürgermeisters zum Poet*innenfest

„Das Poetenfest alle zwei Jahre wurde ja schon beschlossen.“ Diese Äußerung des Oberbürgermeisters im Interview mit den Erlanger Nachrichten (Printausgabe vom 2. Juni) hat in der SPD-Stadtratsfraktion große Irritation hervorgerufen. „Uns ist vollkommen unklar, wo ein zweijähriger Turnus für das Poet*innenfest beschlossen wurde – in den Gremien des Erlanger Stadtrats jedenfalls nicht“, kommentiert der SPD-Fraktionsvorsitzende Philipp Dees: „Wenn es eine Absprache in der schwarz-grünen Kooperation dazu geben sollte, dann würde es der Respekt vor demokratischen Prozessen gebieten, erst die zuständige Referentin und die Festival-Macher*innen im Kulturamt zu informieren und den Vorschlag in die Stadtratsgremien einzubringen.“

Haushalt 2026: Anträge zum Arbeitsprogramm und zum Stellenplan von der SPD-Fraktion

Hier finden Sie alle Anträge, die die SPD-Fraktion Erlangen zum Arbeitsprogramm 2026 gestellt hat.

  1. Amt 24: Ausbau Photovoltaik vorantreiben
  2. Amt 24/GME: Vorziehen der Maßnahme Bürgerhaus Eltersdorf auf 2026
  3. Amt 31 und EB77: Mietkostenübernahme Teilerei und Umsonstladen aus Abfallgebühren finanzieren: Förderrichtlinie einführen
  4. Amt 31: Umsetzung Biostadt
  5. Amt 31: Förderung Naturschutzarbeit: Höheren Personalanteil ermöglichen und Transparenz bei Förderung von Naturschutz und Umweltbildung sicherstellen
  6. Amt 41: Verein Klassikkultur e.V.
  7. Amt 47: Gestaltung Trafohäuschen durch Jugendkunstschule in Kooperation mit der FFW Alterlangen
  8. Amt 47: Poet*innenfest erhalten!
  9. Amt 50: Angebote der Diakonie
  10. Amt 50: Liquidität Frauenhaus sichern
  11. Amt 61: Weitere Schulstraßen einführen
  12. Amt 66: Markierungen Fahrradstraßen durchführen
  13. EB 77: Entsiegelung und Baumpflanzungen
  14. Stellenplan: Schaffung von rentierlichen Stellen für Digitalisierung

Haushalt 2026: Poet*innenfest erhalten!

Antrag zum Haushalt/Arbeitsprogramm Amt 47

Das Poet*innenfest ist weit mehr als ein Literaturfestival – es ist ein Ort für Lesungen und Gespräche, aber auch der (politischen) Debatte, und ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen und damit Zusammenhalt entsteht.

In den vergangenen Jahren hat das Festival durch gezielte Programmgestaltung und Veranstaltungen im öffentlichen Raum sein Publikum deutlich verbreitert. Als lebendiges, offenes Stadtereignis spricht es eine vielfältige und bunte Besucherschaft an und erreicht heute mehr Menschen denn je.

Haushalt 2026: Verein Klassikkultur e.V.

Antrag zum Haushalt/Arbeitsprogramm Amt 41

Der Verein Klassikkultur e. V. steht seit Jahren für musikalische Exzellenz. Mit seinen hochkarätigen Klassik- und Jazzkonzerten bereichert er das städtische Kulturleben in besonderer Weise. Für das Jahr 2026 plant der Verein, zwei Konzerte auf der Wöhrmühle auszurichten – ein klassisches Konzert sowie ein Jazzkonzert – und damit an das Konzept des vergangenen Jahres anzuknüpfen.

Antrag: Unterstützung des Musikvereins Eltersdorf bei der Raumsuche

Der Musikverein Eltersdorf e.V. wird Ende 2026 seine Räumlichkeiten zum Proben sowie zum Einlagern von Instrumenten verlieren. Die Kirchengemeinde St. Kunigund muss die Liegenschaft, auf der sie dem MVE derzeit Quartier bietet, veräußern und sieht bereits für Anfang 2027 den Abriss des Gebäudes vor. Zwar ist in dem neuen Stadtteilhaus Eltersdorf eine endgültige und bedarfsgerechte Unterbringung des MVE vorgesehen, doch da das Stadtteilhaus erst nach dem Abriss errichtet werden kann, muss für diesen Zeitraum eine Lösung zur Überbrückung gefunden werden, sonst droht dem Verein die Heimatlosigkeit. Durch das dann unvermeidliche Abreißen ihrer Kontinuität würde die wertvolle Arbeit eines der stadtweit prominentesten Träger der ehrenamtlichen Musikausbildung, der Jugendarbeit und des Kulturlebens existenziell gefährdet.

Berichtsantrag zum Projekt Re-Use-Kaufhaus Kaufbar

Von engagierten Personen aus dem Zentrum für Austausch und Machen (ZAM) wurde das Projekt Kaufbar ins Leben gerufen. Hierbei geht es um die Einrichtung eines attraktiven Re-Use-Kaufhauses für gut erhaltene Güter, Upcycling-Produkte, stimmiger Ladengestaltung und interessantem Sortiment. Vorbild sind dabei das Re-Use-Kaufhaus Retuna in Eskilstuna und das Gebrauchtwarenkaufhaus NochMall in Berlin.