Zum Inhalt springen

Schlagwort: Kultur

Kultur in Erlangen – Kultur für Alle

Der SPD-Antrag „Kultur in Erlangen – Kultur für Alle“ wurde in der letzten Sitzung des Kultur- und Freizeitausschusses behandelt. Die Verwaltung stellte in einem ausführlichen Bericht dar, mit welchen konkreten Schritten das Ziel der Öffnung der Kulturangebote bereits heute umgesetzt wird und welche weiteren Maßnahmen denkbar sind. Positive Beispiele für das Erreichte sind das Projekt „Kulturfüchse“, durch das Schulkinder Erlanger Kultureinrichtungen konkret erleben können, Projekte des Theaters im Bereich Integration oder der Einsatz von Gebärdendolmetscher*innen beim Poetenfest. SPD-Fraktionsvorsitzende Barbara Pfister würdigte ausdrücklich die umfangreichen Bemühungen und Erfolge der städtischen Kultur- und Bildungseinrichtungen für mehr Integration und Inklusion und verwies auf eine ganze Reihe von Anträgen, die die SPD in den vergangenen Jahren dazu gestellt. „Stadtrat (bzw. Stadtratsmehrheit) und Verwaltung, geführt von einer sozialdemokratischen Referentin, ziehen hier erkennbar an einem Strang – zum Wohle aller Erlangerinnen und Erlanger“, erklärte sie. Pfister betonte, dass die Möglichkeit zur kulturellen Teilhabe in Erlangen weiterentwickelt wird und  weiterhin Barrieren abgebaut werden müssen.

Der Titel des Antrags knüpft bewusst an die Debatte und sozialdemokratische Kulturpolitik der 70er Jahre an. Damals wurden durchaus Fortschritte im Sinne der sozialen Gerechtigkeit erreicht u. a. mit der Öffnung der Hochschulen für breitere Schichten der Bevölkerung (Stichwort Bafög) und durch ein Kulturverständnis, das nachdrücklich die gesamte Bevölkerung zu erreichen sucht. Solche kulturpolitischen Errungenschaften lösen natürlich die Probleme sozialer Ungerechtigkeit nicht sofort, sie sind aber Bausteine für den Weg hin zu einer gerechteren Gesellschaft. „Wir teilen ein Kulturverständnis, das-bunt und vielfältig ist und durch verschiedenste Ausdrucksformen das Ziel verfolgt, jede und jeden mit einzubeziehen.“

Die Nutzung der verschiedenen Kulturangebote hängt natürlich auch von persönlichen Vorlieben ab, es gilt aber dafür zu sorgen, dass niemand nur deshalb nicht zu einer Veranstaltung gehen kann, weil man die Eintrittspreise nicht bezahlen kann, aufgrund von Barrieren ausgeschlossen bleibt oder befürchtet, dort nicht akzeptiert zu sein. „Wir sehen eine Kulturpolitik, die gegen Polarisierung und Ausgrenzung ankämpft, als sehr guten Weg, in der Kommune gegen soziale Exklusion vorzugehen. Mit dem ErlangenPass haben wir es vielen Mitbürger*innen ermöglicht, an kulturellen und soziokulturellen Angeboten der Stadt und der Kulturvereine aktiv oder als Besucher*in teilzuhaben“, erklärt dazu SPD-Kultursprecherin Ursula Lanig.

Antrag zum Haushalt 2018: „Fête de la musique“ als jährliche Veranstaltung mit städtischer Beteiligung

Die „Fête de la musique“ ist ein hervorragender Ansatz für „Kultur für Alle“ (im Sinne des SPD-Antrags hierzu). Die Veranstaltung des dfi soll künftig jährlich in Kooperation mit der Stadt stattfinden und auf weitere Orte in der Innenstadt, insbesondere im Freien, ausgeweitet werden. Die Verwaltung wird gebeten, dafür ein Konzept vorzulegen und den Ressourcenbedarf zu ermitteln. In einem zweiten Schritt soll dann die Ausweitung auf zentrale Plätze bzw. Stadtteilzentren außerhalb der Innenstadt folgen.

Bereits 2018 soll sich die Stadt mit einzelnen Konzerten an der Veranstaltung beteiligen.

Redoutensaal

Der Redoutensaal ist der größte Bürger-Saal in der historischen Erlanger Altstadt und wird als städtischer Saal von einer privaten Gesellschaft betrieben. Diese stellt den „barocken Festsaal“ in ihrem Internet-Auftritt sehr positiv dar. „Der Saal selbst erstrahlt nach aufwendigen Restaurierungsarbeiten im Jahr 2005 in neuem Glanz und stellt somit einen stimmungsvollen Ort für Bälle, klassische Konzerte, Kabarett, Empfänge und gesellschaftliche Veranstaltungen aller Art dar… Unsere Räumlichkeiten eignen sich aber gleichermaßen für Tagungen, Messen und Firmenpräsentationen, zumal wir die dafür notwendige Medientechnik in modernster Ausführung zur Verfügung stellen können.“
Leider wird der Zustand des vor ca. 10 Jahren frisch saniert an die Betreiber übergebenen Saales mittlerweile von Erlanger Vereinen und Veranstaltern kritisiert. Zahlreiche Klagen über kaputte Einrichtung und mangelhaftes Catering erreichen uns immer wieder, trotz Unterstützung bei der Saalmiete suchen Vereine daher nach Alternativen in der Stadt.

SPD-Fraktion will Kultur für alle zugänglich machen

Die SPD-Stadtratsfraktion hat beantragt, kulturelle Angebote aktiv für alle Bereiche der Gesellschaft zugänglich zu machen. Hierfür sollen konkrete Konzepte entwickelt werden, um sichtbare und unsichtbare Barrieren z.B. in den Einrichtungen im Bereich der Kultur und Soziokultur zu identifizieren und schrittweise abzubauen.

„Erlangens Kulturlandschaft ist sehr gut und vielfältig aufgestellt. Dennoch nehmen viele Menschen in unserer Stadt kulturelle Angebote auch aufgrund von Faktoren wie Behinderung, Alter oder sozialer Situation sehr unterschiedlich wahr“, so Ursula Lanig, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. „Aus den Ergebnissen der städtischen Integrationskonferenz 2016 wurden dazu sehr sinnvolle Handlungsempfehlungen entwickelt, die keine Absichtserklärungen bleiben dürfen, sondern in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden müssen“, ergänzt Fraktionsvorsitzende Barbara Pfister.

Kultur in Erlangen – Kultur für alle

Kultur prägt eine Stadt und macht sie lebenswert, die Teilhabe an kulturellen Ereignissen ist ein wesentlicher Bestandteil urbanen Lebens. Die große Bandbreite kulturellen Lernens, Schaffens und Genießens soll der Vielfalt der Menschen in der Erlanger Stadtgesellschaft dienen und sie gleichzeitig repräsentieren. Die Anstöße, die Kultur den Menschen in der Auseinandersetzung mit ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Umwelt geben kann, ermöglichen Verstehen und Erkenntnis, fördern Kreativität und lassen das Individuum Platz in der Gesellschaft finden.

Das sozialdemokratisch geprägte Konzept der „Kultur für Alle“ hat Jahrzehnte nach seinem Entstehen nichts von seiner Aktualität verloren und kann als Leitprinzip zur Bewältigung heutiger gesellschaftlicher Herausforderungen dienen. Trotz erheblicher Fortschritte bei der Öffnung kultureller Angebote, nicht nur durch den Ausbau von Soziokultur und zuletzt durch den ErlangenPass, bedarf es auch in Erlangen weiterhin großer Anstrengungen, um sichtbare und unsichtbare Barrieren für die Beteiligung Aller schrittweise abzubauen: Soziale Situation, Bildungsniveau, Migrationshintergrund oder Behinderung und Alter wirken sich nach wie vor auf den Zugang zu Kulturangeboten aus.

Werbung Vorortkirchweihen

Die Stadtteilkirchweihen stellen einen wichtigen Faktor im kulturellen und sozialen Leben der gewachsenen Ortsteile dar. Sie helfen die Identität der Stadtteile zu prägen und fördern den Zusammenhalt im Quartier.

Von den in der Ausrichtung der Ortsteilkirchweihen Aktiven hört man immer wieder von Problemen. Insbesondere sinken teilweise Attraktivität und Besucherzahlen. Als besonderes Problem wird die restriktive Regelung der Werbung für die Ortsteilkirchweihen genannt, insbesondere das Verbot, Banner in der Werbung einzusetzen.

Die Ausstellung „Muslime in Erlangen“ dokumentieren und am „Tag der Franken“ zeigen

Die Wanderausstellung des Hauses der Geschichte „Muslime in Deutschland“ im Stadtmuseum wurde in Erlangen durch die Ausstellung „Muslime in Erlangen“ sehr anschaulich erweitert. Im Mittelpunkt stehen acht Mitbürgerinnen und Mitbürger muslimischen Glaubens, die das Spektrum muslimischer Lebenswelten und religiöser Positionen in einer nicht-muslimischen Umgebung aufzeigen. In Interviews erzählen sie von ihrem biografischen Hintergrund, ihrem Lebensumfeld, ihren Wertevor-stellungen und ihrem religiösen Selbstverständnis. Die Protagonisten kommen aus unterschiedlichen Ländern und verbrachten hier teils schon ihr ganzes Leben, teils sind sie erst seit Kurzem hier – ihnen allen ist ge-meinsam, dass sie Beispiel dafür geben, dass Integration in einer Stadt, die „Offen aus Tradition“ ist, gelingen kann.

Antrag: Sanierung des Frankenhofs als Haus der Bildung voranbringen

Für die SPD-Fraktion hat die Sanierung und der Ausbau des Frankenhofs hohe Priorität. Um für den Haushalt 2014 die notwendigen Entscheidungen vorzubereiten und zu treffen, benötigen wir nähere Informationen zu den zunächst anstehenden konkreten Umsetzungsschritten.

Deshalb stellen wir dazu folgenden Antrag:

1. Die Verwaltung legt dar, wie eine Finanzierung der Sanierung bzw. des Ausbaus in den nächsten Jahren erfolgen kann und zeigt dabei insbesondere zwei alternative Finanzierungsmodelle auf:

  • die direkte Finanzierung über den städtischen Haushalt
  • die Nutzung einer nicht-rechtsfähigen Stiftung, für die die Stadt eine Bürgschaft übernimmt

2. Rechtzeitig vor Antragsschluss für den kommenden Haushalt teilt die Verwaltung gleichzeitig mit, welche Mittel bereits im Jahr 2014 erforderlich sind, um die Weiterentwicklung des Projekts nicht zu verzögern.

Antrag: Frankenhof weiterentwickeln

Derzeit wird ein Gutachten erstellt, das die Sanierungs- und die Neubaukosten des Frankenhofes vergleicht. Unabhängig vom Ergebnis des Gutachtens halten wir es für erforderlich, dass das gesamte Umfeld des Frankenhofes in die weiteren Planungen einbezogen wird.

Das Hallenbad wird in absehbarer Zeit nicht weiter betrieben werden, auch sonst sind noch Freiflächen in direkter Nachbarschaft verfügbar.

Unterstützung für Radio Z

Das in Nürnberg ansässige Projekt Radio Z, das in der Medienvielfalt in unserer Region eine wichtige Rolle spielt, wichtige gesellschaftliche Themen aufgreift, für Teilhabe, Offenheit und Toleranz steht und vielen Minderheiten ein Sprachrohr bietet, ist durch die aktuellen Kürzungen der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien (BLM) in seiner bisherigen Arbeit gefährdet. Anders als in anderen Bundesländern ist die Förderung von Community-Medien in Bayern nicht gesetzlich abgesichert.