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Schlagwort: Gewobau

Antrag: Klimanotstands-Maßnahmen bei der Gewobau

Der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Gewobau kommt schon alleine durch, dass sie einen großen Gebäudebestand hält, eine zentrale Stellung beim Kampf gegen den Klimanotstand zu.

Dazu hat die Gewobau bereits Maßnahmen ergriffen und weitere umfangreiche Maßnahmen in Vorbereitung. Erwähnt seien als Beispiele die energetische Sanierung Odenwaldallee/Würzburger Ring, die hohen Energiestandards bei Neubauten – beschränkt durch die Kostenhöchstsätze beim geförderten Wohnungsbau – und die Kooperation mit dem Carsharing-Verein. Direkt nach Ausrufung des Klimanotstand hat die Gewobau mit der Vorbereitung eines umfassenden Programms zur energetischen Sanierung ihres Gebäudebestands begonnen.

Mit Blick auf das Ziel, in Erlangen vor 2030 Klimaneutralität zu erreichen, gilt es diese Maßnahmen weiter zu verstärken.

Antrag: Mietobergrenze bei energiesanierten Wohnungen

Derzeit streben auch wegen des Klimanotstands viele Wohnungsunternehmen in der Stadt, auch die städtische Gewobau, eine möglichst zügige und wirksame energetische Sanierung ihres Wohnungsbestands an. Dabei werden verstärkt auch die Wohnungen einbezogen, die unterhalb oder bei der Mietobergrenze liegen. Energetische Sanierungen sind aber in der Regel mit Mietsteigerungen verbunden, auch wenn die Gewobau diese auf ein Minimum beschränkt.

Wir beantragen daher:

Im Nachgang der Neufestlegung der Mietobergrenzen wird überprüft, inwieweit der bereits bisher vorgesehen Zuschlag für energiesanierte Mietwohnungen erhöht werden sollte, um es Bezieher*innen von Sozialleistungen zu ermöglichen, in energiesanierten Wohnungen zu leben.

Haushalt 2021: Selbstbestimmung und Selbstständigkeit im Alter unterstützen

Antrag an die Gewobau und zum Arbeitsprogram von Amt 50

Menschen im Alter wollen möglichst bis zum Ende selbstbestimmt leben und selbstständig in ihrer vertrauten Umgebung bleiben. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist eine altersgerechte Wohnung. Diese kann erreicht werden durch

  • – durch unaufwändige Veränderung von Grundrissen
  • – Umzug im Quartier oder Wohnungstausch, wenn sich die Größe der Familie ändert und Paare oder Alleinstehende weniger Wohnraum brauchen bzw. finanzieren können
  • – Wohnungsanpassung zur Herstellung von Barrierefreiheit bzw. die Reduzierung von Barrieren beim Zugang zur Wohnung und im Wohn- und Sanitärbereich sowie Einsatz von technikgestützten Hilfen.

Haushalt 2021: Sicherung Belegungsrechte bei der Gewobau

Antrag zum Arbeitsprogrammm von Amt 50

Auch wenn es in den letzten Jahren gelungen ist, den Rückgang der geförderten Mietwohnungen durch umfangreiche Neubaumaßnahmen mit Verpflichtung zum Bau geförderter Wohnungen zu stoppen, kann der Bedarf an geförderten Mietwohnungen nicht gedeckt werden. Da weiterhin in großer Zahl Wohnungen aus der Bindungsfrist fallen, wird die Situation auch in den kommenden Jahren angespannt bleiben. Zwar vermietet zumindest die Gewobau Wohnungen nach Ende der Belegungsbindung weiterhin zu niedrigen Mieten, die Stadt verliert aber die Möglichkeit, diese Wohnungen mit Personen zu belegen, die eine geförderte Mietwohnungen suchen. Daher wurde 2018 beschlossen, die „Grundsätze der Vergabe von Wohnungen“ der Gewobau zu überarbeiten (Vorlage 50/113/2018), so dass grundsätzlich auch eine Belegung von nicht mehr gebundenen Wohnungen mit Mieter*innen mit Anspruch auf eine geförderte Wohnung möglich ist.

Wir beantragen daher für das Arbeitsprogramm von Amt 50, Abteilung 503 und der Gewobau: Die Änderung der „Grundsätze der Vergabe von Wohnungen“ mit oben genannter Zielsetzung wird spätestens 2021 abgeschlossen.

Bezahlbares Wohnen in der Sozialen Stadt

Gut besuchte Veranstaltung mit Florian Pronold

Florian Pronold am Mikrofon, davor Besucher der VeranstaltungDie Diskussionsveranstaltung mit Florian Pronold, Staatssekretär im für das Programm „Soziale Stadt“ zuständigen Ministerium für Umwelt, Bau und Reaktorsicherheit, war mit ca. 30 Leuten gut besucht. Neben der Bundestagsabgeordneten Martina Stamm-Fibich waren auch einige Vertreterinnen und Vertreter der Erlanger SPD-Stadtratsfraktion zugegen. Nach einem Impulsreferat von Florian Pronold zum Einstieg wurde sehr intensiv diskutiert.

Es wurde deutlich, dass die Wohnungsnot in Deutschland bereits seit Jahren besteht – durch die große Anzahl an Flüchtlingen, die derzeit bei uns Schutz suchen, gerät sie aktuell nur stärker in den öffentlichen Fokus. Ursache für den knappen Wohnraum ist unter anderem, dass in der Vergangenheit zeitweise angenommen wurde, dass aufgrund des Bevölkerungsrückgangs weniger Wohnungen benötigt werden würde. Zudem wurde die Attraktivität der Städte im Vergleich zum Land deutlich unterschätzt – gerade dort herrscht nun also erheblicher Nachholbedarf, was bezahlbaren Wohnraum anbelangt. Bei der Schaffung von Wohnraum sei es natürlich wichtig, dass er bezahlbar ist, auch für Leute mit geringerem Einkommen. Gleichzeitig müssten aber gewisse Qualitätsstandards gewahrt werden.

Housing Area: Schlüssige und gute Vorgehensweise von Gewobau und Stadtspitze

In ihrer Berichterstattung zur vergangenen Stadtratssitzung über die Bürgerfragestunde zur Housing Area („Zählweise sorgt bei Mietern für Unmut“) haben die Erlanger Nachrichten die Diskussion leider nur verzerrt wiedergegeben. Den klarstellenden Leserbrief, den der zuständige Sprecher Philipp Dees für die Stadtratsfraktion verfasst hat, wollen die Erlanger Nachrichten nicht abdrucken, da nach ihrer Auffassung generell keine Leserbriefe von Stadtratsmitgliedern veröffentlicht werden. Um die Aussagen der Berichterstattung dennoch richtig zu stellen, veröffentlichen wir nachfolgend den Text des Leserbriefs.

Leider gibt der als „Meinung und Hintergrund“ betitelte Bericht der Erlanger Nachrichten die Diskussion im Stadtrat zum Thema „Housing Area“ nur verzerrt wieder. Dies gilt besonders für die Auswertung der Fragebögen der zweiten Mieter-Befragung, die die Gewobau – anders als suggeriert – immer transparent dargestellt hat.

Aus der Auswertung lassen sich zwei Fragen beantworten. Die erste betrifft die von den Mieterinnen und Mietern bevorzugte Variante bei insgesamt 5 Vorschlägen. Hier liegt die von einer Mieterinitiative erarbeitete Variante 5 mit 41,7 Prozent knapp vor der Variante 4 der Gewobau mit 39,6 Prozent.

Zweitens geht es aber auch um den Umfang der Nachverdichtung in der Housing Area. Hier ist der Ansatz der Gewobau methodisch korrekt, die Variante 5 mit einer Beschränkung der Nachverdichtung auf 90 Wohnungen gegen die Summe der Stimmen für die Gewobau-Varianten 1 – 4 zu stellen (58,3 Prozent). Diese sehen nämlich alle eine ähnlich hohe Zahl neuer Wohnungen vor (bis zu 450).

Sanierung/Neubau in der Brüxer Straße

Die GeWoBau GmbH hat die bestehenden Mietverhältnisse in der Brüxer Straße zum 31.12.2014 gekündigt, da anschließend ein Abriss der bestehenden Gebäude und eine Neubebauung des Gebietes vorgesehen ist. Gespräche mit Herrn Küchler und mit Herrn Weber haben ergeben, dass beide sich durchaus auch den Erhalt bzw. Teilerhalt des Bestandes mit einer Nachverdichtung vorstellen können. Aus unserer Sicht sollte diese Möglichkeit vor Beginn der Arbeiten geprüft werden. Wir schlagen daher vor, möglichst bald einen Wettbewerb für das Gebiet auszuschreiben. Bei der Ausschreibung sollte neben einem möglichen Komplettabriss des Bestandes und einer Neubebauung auch die Möglichkeit des  Erhalts bzw. Teilerhalts der vorhandenen Gebäude mit einer Nachverdichtung vorgesehen werden. Wichtig ist auch, dass möglichst viele behindertengerechte Wohnungen entstehen.

Errichtung einer Kinderkrippe durch die städtische Gewobau

Der Trägerverein der Kinderkrippe in der Thalermühle benötigt dringend neue Räumlichkeiten. Die Kapazitäten dieser Einrichtung sind Teil des Versorgungskonzeptes der Stadt Erlangen für Kinder unter drei Jahren und daher unverzichtbar. Alle bisherigen Versuche, Räume auf dem städtischen Immobilienmarkt anzumieten, sind gescheitert.

Das Selbstverständnis kommunaler Wohnungspolitik umfasst schon seit Längerem viel mehr als lediglich die Versorgung mit angemessenem Wohnraum; es schließt die Entwicklung der mit dem Wohnen verbundenen sozialen Infrastruktur für die Belange und Bedürfnisse aller Mietergenerationen mit ein.