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Schlagwort: Umwelt

Berichtsantrag: Hitzeschutz in Erlangen

Die Stadt Erlangen hat sich 2023 einen Hitzeaktionsplan gegeben, um einen angemessenen Schutz der Gesundheit in der Bevölkerung im Falle akuter Hitzeereignisse zu ermöglichen und negative Hitzeeinflüsse zu verhindern bzw. einzudämmen. Die in diesem Sommer auch in Erlangen erlebten Hitzephasen machen die vollständige Umsetzung des Hitzeaktionsplans mit dem Schwerpunkt auf Verhaltensprävention umso dringlicher. Gleichzeitig haben Hitzeereignisse zunehmend Katastrophencharakter, und erfordern deshalb auch ein abgestimmtes Handeln in akuten Gefährdungssituationen. Dafür müssen gegebenenfalls weitere Maßnahmen geprüft und umgesetzt werden. Dazu wird die SPD-Fraktion auch einen eigenen Antrag einreichen.

Antrag: Altkleidersammlung weiterführen – Antrag zum UVPA am 14.7.26

Die Altkleidersammlung steckt in der Krise, in Deutschland insgesamt, aber auch speziell in Erlangen. Durch Fast Fashion ist die Qualität der angegebenen Kleidungsstücke erheblich gesunken. Dies hat zur Folge, dass in Erlangen Kolping und Malteser inzwischen kein Geld mehr damit verdienen können, sondern im Gegenteil sogar draufzahlen.

Aus diesem Grund droht die Einstellung der Altkleidersammlung. In diesem Fall hätten wir als Kommune diese Aufgabe dann selbst zu übernehmen, verbunden mit entsprechenden Kosten und Aufwand.

Antrag: Artenschutzmaßnahmen bei städtischen Töchtern

Seit dem Beschluss des Antrags 081/2016 von SPD und GL werden von der Stadtverwaltung, konkret dem zuständigen GME, bei jedem Neubau und jeder Sanierung die Anbringung von Nisthilfen für gebäudebrütende Tiere in Zusammenarbeit mit dem Umweltamt geprüft und wenn sinnvoll umgesetzt. Bei Neubauten werden zudem Markierungen gegen Vogelschlag konsequent angebracht.

Bei Einplanung im Vornherein bringen diese Artenschutzmaßnahmen zumindest für Neubauten auch keine oder nur geringe Mehrkosten mit sich. Bekanntlich sind auch städtische Töchter z. T. bei Artenschutzmaßnahmen an ihren Gebäuden aktiv.

Antrag: Vogelschlag auch an städtischen Bestandsbauten vermeiden

Bei städtischen Neubauten werden inzwischen konsequent Markierungen angebracht, um Vogelschlag zu vermeiden und somit einen weiteren Beitrag zum Artenschutz zu leisten. Leider werden entsprechende Nacharbeiten an Bestandsgebäuden der Stadt bislang selbst bei Glasflächen mit besonders hoher Gefahr von Vogelschlag kaum bis gar nicht vorgenommen. Gerade bei großen Glasflächen sind jedoch Maßnahmen gegen Vogelanprall meist naturschutzfachlich notwendig.

Nach Einschätzung des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V. sterben in Deutschland jährlich bis zu 100 Millionen Vögel infolge von Kollisionen mit Glasflächen. Besonders problematisch sind dabei sowohl transparente Glasflächen – etwa Glaswände an Bushaltestellen – als auch spiegelnde Glasfassaden, in denen sich Himmel, Bäume oder andere Landschaftselemente reflektieren. Mit zunehmender Größe der verglasten Fläche steigt auch das Risiko für Vogelschlag deutlich an.

Antrag: Abhilfe gegen Vermüllung des Schlossgartens

Die Mülleimer im Schlossgarten fassen besonders am Wochenende die Mengen an Müll nicht mehr, die durch den Verzehr von To-go-Essen und -Getränken anfallen. Die erhebliche Vermüllung beeinträchtigt besonders am Wochenende nicht nur den Anblick. Die Zivilgesellschaft wertet diese Situation als Versagen der Stadtführung und Politik und diskutiert das öffentlich z. B. in den sozialen Netzwerken.

In Zeiten sehr knapper Kassen ist eine Lösung sicherlich nicht einfach, dennoch hält die SPD-Fraktion es für notwendig, von Seiten des EB 77 darauf zu reagieren.

Antrag: Imbissbetriebe bei Abfall in die Pflicht nehmen – Bürger*innen entlasten

Die Steigerung der Straßenreinigungsgebühren belastet insbesondere Bewohnerinnen und Bewohner der Innenstadt, obwohl sie zu einem Großteil nicht die Verursacher*innen sind, sondern ein erheblicher Anteil auf die Imbissbetriebe zurückzuführen ist.

Die Stadt Remscheid nimmt daher auch die Betreiber*innen der Imbissgeschäfte in die Pflicht und verlangt von diesen das Aufstellen eines Mülleimers sowie dessen tägliche Leerung. Zudem müssen diese Rückstände, die mit ihrem Betrieb zu tun haben, in einem Umkreis von 50 Metern entfernen. Siehe hier: Stadt Remscheid nimmt Imbissbetreiber in die Pflicht

Antrag: Wässerwiesen erhalten und ausweiten – Biodiversität und Landwirtschaft stärken

Wässerwiesen haben seit dem Mittelalter Tradition in Franken. Die traditionelle Wiesenbewässerung wurde von der UNESCO vor zwei Jahren sogar zum immateriellen Kulturerbe ernannt. Die Wässerwiesen erstrecken sich zwischen Schwabach im Süden über Nürnberg, Fürth und Erlangen bis Forchheim im Norden entlang des Flusssystems von Rednitz und Regnitz. Bei dieser Bewässerung werden kleine Gräben ausgehoben oder Wasser aufgestaut, um trockene Gebiete zu versorgen. Die Schwebteilchen im Wasser dienen dabei zudem als natürlicher Dünger.

Antrag: Schilder gegen illegale Sperrmüllablagerung an Wertstoffcontainern

Leider kommt es immer wieder vor, dass an Standorten von Wertstoffcontainern illegal Sperrmüll abgestellt wird. Da die Problematik zuweilen auch nicht verstanden wird, wurden an den Containerstandorten in der Odenwaldallee (am Parkplatz bei der Norma), am Zollhaus und an der Theodor-Heuss-Anlage jeweils Schilder aufgestellt, dass nichts neben die Wertstoffbehälter gelegt werden darf. Diese zeigen Erfolg, das illegale Entsorgen ist dort vermieden bzw. deutlich weniger geworden.

Antrag: Sperrmüll: Weitergabe an Sozialkaufhaus abfragen

Oftmals werden Gegenstände, die für andere noch gut brauchbar sind, im Sperrmüll entsorgt. Dies liegt auch daran, dass der Aufwand, noch verwendbare Gegenstände statt im Sperrmüll zu entsorgen, ins Sozialkaufhaus zu bringen oder an der Erlanger Verschenk- und Tauschbörse anzubieten, vielen zu unbequem oder aufwendig erscheint.

Im Klima-Aufbruch hat sich die Stadt Erlangen mit der Maßnahme EK6 Reparieren statt Wegwerfen auch dazu verpflichtet, unnötigen Müll zu vermeiden und die Weiterverwendung zu fördern. Um dies den Bürger*innen möglichst einfach zu machen, bietet sich an, eine Erlaubnis zur Abfrage der Weitergabe an das Sozialkaufhaus automatisch im E-Mail-Formular zur Anmeldung zur Sperrmüllabholung einzurichten. Das Sozialkaufhaus würde dann wiederum automatisch über das Angebot informiert.

Antrag: Bußgelder Abfallverstöße erhöhen – Beispiel Frankfurt a. M.

Die Sauberkeit der Stadt bewegt viele Bürgerinnen und Bürger. Leider kommt es dennoch immer wieder vor, dass Abfall oder Zigarettenkippen achtlos in die Umwelt geworfen werden oder sogar Sperrmüll illegal abgestellt wird. Dies müssen alle Bürger*innen und ganz besonders die Anwohner*innen der Innenstadt über die Straßenreinigungsgebühren zahlen. 

Die Stadt Frankfurt a. M. hat hier nun ein Zeichen für die Einhaltung der Regeln gesetzt und die Bußgelder für Abfallverstöße drastisch erhöht. Das Bußgeld für achtloses Wegwerfen von Müll oder Zigarettenkippen kostet nun 120 €, das illegale Entsorgen von Sperrmüll sogar 1000 €.