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Schlagwort: Klima

Antrag: Hitzeschutz und Entsiegelung im Investitionsprogramm umsetzen

Die Hitzeentwicklung in unserer Stadt macht die zügige Umsetzung von Entsiegelungs- und Hitzeschutzmaßnahmen notwendig. Als Maßnahmen der Katastrophenvorsorge sind diese Maßnahmen unaufschiebbar und daher auch in der vorläufigen Haushaltsführung (Art. 69 GO) zulässig.

Wir beantragen daher
Mindestens die folgenden Maßnahmen werden in die Investitionsplanung der Jahre 2027ff. aufgenommen und in der Haushaltsplanung mit den notwendigen Mitteln für eine schnellstmögliche Umsetzung hinterlegt:

Antrag: Erlangen braucht mehr Hitzeschutz

Der städtische Hitzeaktionsplan aus dem Jahr 2023 soll einen angemessenen Schutz der Gesundheit der Bevölkerung im Falle akuter Hitzeereignisse ermöglichen und negative Hitzeeinflüsse verhindern. Parallel besteht seit 2020 das Klimaanpassungskonzept, das die Anpassung der Stadt an die erwartbaren Folgen des Klimawandels vorsieht. In der Umsetzung müssen beide Konzepte zusammengedacht werden. Ein gegenseitiges Hin- und Herschieben von Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten zwischen den beiden Konzepten und verschiedenen Ämtern hemmt die dringend notwendige Reaktion auf die Hitzeentwicklung in unserer Stadt.

Die Hitzephasen dieses Sommers nähern sich inzwischen immer öfter der Hitzewarnstufe 2 und machen die vollständige Umsetzung des Hitzeaktionsplans und des Klimaanpassungskonzepts und weiterer ergänzender Maßnahmen notwendig. Gleichzeitig haben Hitzeereignisse zunehmend Katastrophencharakter, verlangen neben der Konzentration auf einzelne Maßnahmen zusätzlich eine gesamte Steuerung und erfordern deshalb auch ein abgestimmtes Handeln in akuten Gefährdungssituationen. Daher müssen Hitzeaktionsplan und Klimaanpassungskonzept auch gemeinsam weiterentwickelt und um Aspekte von Katastrophenschutz und -vorsorge erweitert werden.

Antrag für ein Beteiligungsprogramm für Begrünung und Klimaanpassung

Gemeinsamer Antrag von SPD, Erlanger Linke, Grüne/Grüner Liste, FDP und ödp

Wir beantragen:

  1. Die Stadt Erlangen initiiert ein digitales Beteiligungsprogramm, mit dem Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen die Begrünung in Erlangen aktiv unterstützen können. Als Beispiel könnte das Baumspendenprogramm der Stadt Braunschweig dienen (https://www.braunschweig.de/leben/im_gruenen/baumspendenprogramm.php). Die Auswahl geeigneter Standorte erfolgt nach fachlichen Kriterien hinsichtlich Bodenverhältnissen,Leitungen, Stadtklima und langfristigen Entwicklungsmöglichkeiten.
  2. Konkret könnte es so aussehen, dass diese Projekte auf einer interaktiven Karte der Internetseite der Stadt dargestellt werden. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen könnten dort gezielt ein Projekt auswählen und finanziell unterstützen. Auch die bereits bestehende Erlanger Baumpatenschaft sollte in diese interaktive Karte aufgenommen werden, um die Prozesse zu optimieren (Bäumen helfen | Stadt Erlangen) Das bestehende Baumpatenschaftsprogramm wird organisatorisch und digital weiterentwickelt und mit dem neuen Spendenportal verknüpft.
  3. Bei Baumpflanzungen könnte beispielsweise eine Mindestspende vorgesehen werden. Sobald die für ein Projekt erforderliche Spendensumme, beispielsweise durch mehrere Teilspenden, erreicht ist, wird die Maßnahme umgesetzt. Auf der Internetseite könnte jederzeit transparent dargestellt werden, welcher Finanzierungsstand bereits erreicht wurde.
  4. Dieses Konzept ließe sich um weitere Maßnahmen der Klimaanpassung erweitern, wie z.B. Entsiegelungen, Fassaden- und Dachbegrünungen öffentlicher Gebäude, und so ein umfassendes Stadtgrün- und Klimaanpassungsportal geschaffen werden.
  5. Die Stadt stellt sicher, dass für neu gepflanzte Bäume ein fachgerechtes Pflege- und Bewässerungskonzept besteht. Baumpatinnen und Baumpaten können die Pflege freiwillig ergänzen, ersetzen jedoch nicht die Verkehrssicherungs- und Unterhaltungspflichten der Stadt. Bei Neupflanzungen sollen möglichst klimaresiliente und standortgerechte Baumarten verwendet werden.
  6. Die Stadt Erlangen prüft, wie ein digitales Beteiligungsprogramm technisch und organisatorisch umgesetzt werden kann. Dabei soll insbesondere geprüft werden, inwieweit sich bestehende GIS-/Geodatenstrukturen der Stadt sowie bereits bestehende Spenden-/Fondsformate (https://unser-klimafonds.de/stadt-erlangen/) für dieses Vorhaben nutzen lassen. Außerdem sollen der personelle und finanzielle Aufwand sowie mögliche Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten dargestellt werden.
  7. Die Verwaltung berichtet nach zwei Jahren über Nutzung, Anzahl der Projekte, Spendeneinnahmen und Umsetzungserfolge.

Antrag: Begrünungssatzung wieder einführen

Der Freistaat hat durch eine Änderung der bayerischen Bauordnung dafür gesorgt, dass die in Erlangen geltende Freiflächengestaltungssatzung außer Kraft gesetzt wurde. Damit steht außerhalb der Grünordnungspläne neuerer Bebauungspläne kein Instrument mehr zur Verfügung, um die Begrünung von Gebäuden, die Überdeckung von Tiefgaragen u. ä. einzufordern und das Versiegeln von Grundstücksgärten, beispielswiese auch durch „Schottergärten”, zu verhindern.

Berichtsantrag: Hitzeschutz in Erlangen

Die Stadt Erlangen hat sich 2023 einen Hitzeaktionsplan gegeben, um einen angemessenen Schutz der Gesundheit in der Bevölkerung im Falle akuter Hitzeereignisse zu ermöglichen und negative Hitzeeinflüsse zu verhindern bzw. einzudämmen. Die in diesem Sommer auch in Erlangen erlebten Hitzephasen machen die vollständige Umsetzung des Hitzeaktionsplans mit dem Schwerpunkt auf Verhaltensprävention umso dringlicher. Gleichzeitig haben Hitzeereignisse zunehmend Katastrophencharakter, und erfordern deshalb auch ein abgestimmtes Handeln in akuten Gefährdungssituationen. Dafür müssen gegebenenfalls weitere Maßnahmen geprüft und umgesetzt werden. Dazu wird die SPD-Fraktion auch einen eigenen Antrag einreichen.

Anfrage: Hitzeschutz für städtisches Personal

Wir bitten um einen Bericht zur aktuellen Situation in den städtischen Diensträumen, im Rathaus und andernorts, während der Hitzeperioden.

Was unternimmt die Verwaltung, um die Gesundheit der Mitarbeitenden angesichts von Temperaturen, die nicht nur an einzelnen Tagen häufig 30° erreichen bzw. übersteigen, zu schützen und für annehmbare Arbeitsbedingungen zu sorgen?

Antrag: Wässerwiesen erhalten und ausweiten – Biodiversität und Landwirtschaft stärken

Wässerwiesen haben seit dem Mittelalter Tradition in Franken. Die traditionelle Wiesenbewässerung wurde von der UNESCO vor zwei Jahren sogar zum immateriellen Kulturerbe ernannt. Die Wässerwiesen erstrecken sich zwischen Schwabach im Süden über Nürnberg, Fürth und Erlangen bis Forchheim im Norden entlang des Flusssystems von Rednitz und Regnitz. Bei dieser Bewässerung werden kleine Gräben ausgehoben oder Wasser aufgestaut, um trockene Gebiete zu versorgen. Die Schwebteilchen im Wasser dienen dabei zudem als natürlicher Dünger.

Haushalt 2026: Entsiegelung und Baumpflanzungen

Antrag zum Haushalt / Arbeitsprogramm des EB 77

Erlangen konnte in den letzten Jahren das von der damaligen SPD-geführten Bundesregierung aufgelegte Förderprogramm zur Innenstadtentsiegelung für Baumpflanzung und Entsiegelung nutzen. Maßnahmen in diesem Bereich dienen neben Biodiversität und Verbesserung des Mikroklimas nicht zuletzt auch der Stärkung von Aufenthaltsqualität und Freizeitnutzung des öffentlichen Raums. Leider stößt die Umsetzung auf Probleme mit den Planungen für den notwendigen Leitungsausbau im Rahmen der Wärmewende.

Haushalt 2026: Umsetzung Biostadt

Antrag zum Haushalt/Arbeitsprogramm Amt 31

Auf Antrag der SPD-Fraktion ist die Stadt Erlangen vor einigen Jahren Mitglied im Netzwerk Biostädte geworden und hat sich Ziele zur Erhöhung des Anteils biologischer Landwirtschaft gesetzt. Dies muss im Rahmen der allgemeinen Stärkung nachhaltiger Beschaffung und auch der Umsetzung des Klima-Aufbruchs weiterhin verstärkt fortgesetzt werden.

Antrag zum Haushaltskonsolidierungskonzept / Konsolidierungscheck Referat VI/15: Ende einer Anmietung / Lesecafé „Anständig essen“

Das Lesecafé „Anständig essen“ hat sich gemeinsam mit der VHS als Betreiberin im Bereich Nachhaltigkeit und Klimaschutz als beliebter Treffpunkt und Veranstaltungsort etabliert. Leider sind die Mietkosten durch den Eigentümer des Altstadtmarkts, inzwischen bekanntlich die Schwarz-Gruppe, unverhältnismäßig hoch. Angesichts der Haushaltskrise kann die Stadt daher diese hohe Miete nicht mehr bezahlen.